Motivation um mit dem fotografieren zu beginnen – ein Problem. Was soll man warum wie fotografieren? Ja, Du willst ein schönes Foto machen – aber was soll man fotografieren, wenn man bei schlechten Wetter im 100-Seelen Dorf auf dem Land wohnt? Da haben es doch die Freaks aus der Großstadt einfacher. Denkt man. In diesem Artikel möchte ich Dir ein paar Dinge an die Hand geben um einen Grund zu haben zu fotografieren.

#1 Ein Projekt

Grund Nummer eins ist ein Projekt. Und da kannst Du mehr machen als Du glaubst. Viele Fotografen bringen ein Buch heraus. Patrick Ludolph hat zum Beispiel „Seafarers“ geschrieben fotografiert. Stephan Wiesner ist am „Handwerker Projekt“ dran. Du musst kein Buch schreiben, aber blog doch über etwas. Eine Art Reportage. Über Deine Heimatstadt, einen besonderen Menschen aus deinem Umfeld, ein Hobbie, vielleicht gibt es in der nähe etwas mit Geschichte.

Eventuell kannst Du sogar mehrere kleine Projekte zu einem großen machen, zum Beispiel aus einer Reportage über ein Gebäude Deiner Stadt wird eine Art Zeitdokument der ganzen Stadt mit Streetfotografie, Portraits und Reporterbildern. Zu einem Hobby wie Fußball kommen Berichte über Deine Mannschaft, Geschichtliches und ein Besuch von Orten die mit dem Vereinsleben zu tun haben.

Wer weiß – vielleicht entsteht so sogar eine Publikation über Deinen Blog, Deine Webseite oder Deinen Instagram Kanal hinaus. Es ist zum Beispiel gar nicht so abwegig ein E-Book zu veröffentlichen, das geht auch über Amazon oder im Eigenvertrieb. Möglicherweise kannst Du sogar ein bisschen Einkommen generieren.

Challenges sind Super! Sie geben Dir Aufgaben und spornen Dich an. Du kannst sie sogar selbst gestalten – vielleicht hast Du ein paar Freunde, Lebenspartner oder in der Familie Leute die auch Lust haben Ihre Fotoskills zu verbessern. Du kannst es ganz einfach gestalten wie zum Beispiel die 365 Tages Challenge – jeden Tag ein Foto zu veröffentlichen. Das geht bequem via Instagram, 500px oder Flickr. Wichtig ist das Du es veröffentlichst, denn so stellst Du sicher das Du Dir mühe gibst und bist in der Lage Kritik für Dein Foto des Tages zu bekommen.

#2 Challenges

#52WiesnerWochen ist ein Projekt von Stephan Wiesner die etwas aufwändiger ist. Es geht darum ein Foto-Tagebuch zu erstellen und Deine Bilder einzukleben. In einer YouTube Playlist gibt Stephan Wiesner Dir für eine Woche eine Aufgabe. Fotografiere Deine Stadt, mache eine Langzeitbelichtung, Lern Dein Objektiv kennen und vieles mehr. Diese Aufgaben löst Du und klebst Dein Foto in Dein Buch. Dazu schreibst Du ein paar Zeilen – so lernst Du was und hast Antrieb fotografieren zu gehen.

Foto Battles sind auch eine gute Möglichkeit raus zu kommen. Triff Dich mit befreundeten (Hobby) Fotografen und starte einen Wettkampf um irgendein Thema. Architektur zum Beispiel. Gib eine Zeit vor und flitz durch die Stadt. Am Ende werden die Bilder verglichen und ggf. bewertet. Bei Hayden Pedersen ist sowas öfter auf YouTube zu sehen, und die Jungs haben Spaß dabei. Denk mal drüber nach.

#3 Inspiracles

Inspiracles ist ein Kartenset das Dir kleine Fotoaufgaben gibt. In einer Metallbox befinden sich 40 Aufgaben Karten wie Reflexionen, Light Painting, Macro und vieles mehr. Dazu kommen noch 8 Karten mit Tips und Tricks, Regeln, Hilfe. Es gibt verschiedne Sets, einmal die Klassischen Inspirationskarten, eine Olympus OMD Version, Oberstdorf und Baby + Kind. So kannst Du immer mal wieder eine Karte lösen und Dich inspirieren lassen.

Informationen gibt es auf inspracles.com

#4 Webseite, Blog oder ähnliches

Eine Webseite oder Blog zu starten bringt Dir natürlich ebenfalls ungeahnte Möglichkeiten fotografieren zu müssen. So wirst Du Themen finden wie zum Beispiel mein Artikel „Brennweite – der Versuch“ für den Du natürlich Fotomaterial erstellen musst. Auch ein „Making of“ kann wird Deine Leser interessieren. Vor allem kann Dir es langfristig Motivation bieten da Du mit Deiner Seite oder Deinem Blog wächst. Aufgaben kommen dazu, eigene Projekte, neue Methoden, Du willst was ausprobieren…

#5 Eine Bildergallerie

Was hältst Du von einer eigenen Ausstellung? Abwegig? Gar nicht. Zuhause kannst Du Ausstellen so viel, so oft und so lange Du willst. Gib ein paar Deiner Bilder in den Druck und hänge sie im Rahmen an die Wand. Abgesehen davon das Du selbst Dich an Ihnen erfreuen wirst, werden Deine Besucher Deine Werke betrachten und erstaunt sein was und wie Du fotografieren kannst.

Auch nicht zu verachten sind die Gespräche, die über – eigentlich alle Tips aus diesem Beitrag – entstehen können. Ein Besucher und Betrachter Deiner Bilder wird plötzlich sagen das es hier und da ein cooles Motiv gibt, Dich eventuell bitten auch mal Fotos von Ihr oder Ihm anzufertigen oder man schnackt generell über Fotografie. So entstehen neue Ziele, neue Ideen und Dein Pool an Möglichkeiten wächst.

Ich hoffe ich konnte Dir einige Anregungen geben Möglichkeiten zu finden Dich langfristig zu motivieren und Dich auszuprobieren. Am Ende wollen wir unsere Fotos ja irgendjemandem zeigen und ein bisschen Lob, Anerkennung oder Kritik erhaschen und das passiert nur wenn wir auch zeigen was wir können.

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